Sie versuchen vergeblich und seit langem, mit dem Kind und seinen Spielsachen zu spielen. Aber es will nur hin und her laufen, entweder stumm oder mit lauter Stimme, oder es befingert einen Gegenstand ohne wirklich mit ihm zu spielen und ist scheinbar nicht wirklich anwesend, während es auf dem Sofa sitzt oder liegt. Jedes Mal, wenn man versucht, ihm etwas zu zeigen oder es für etwas zu interessieren, wandern seine Augen ins Leere, seine Hände greifen nicht zu, – oder das Kind wandert einfach davon. Oder es schreit und schmeißt Sachen herum. Sie fühlen sich hilflos und verloren. Wie das Kind. Oder was geht hier vor sich?

Vielleicht hat das Kind eine Autismusdiagnose. Aber das ändert nicht wirklich etwas an der schwierigen Situation oder verbessert die Hilflosigkeitsgefühle auf beiden Seiten.

Braucht man mehr oder andere Spielsachen? 

Viele Eltern fragen sich, ob es an den Spielsachen liegt. Vielleicht gibt es da draußen Spielzeug, das dem Kind gefallen und mit dem es spielen würde? Also kaufen sie immer wieder etwas Neues. Aber es ist nie das Richtige. Auch Autismuswebseiten mit den angeblich autismus-spezifischen sensorischen Spielsachen helfen nicht wirklich die Aufmerksamkeit des Kindes länger zu halten. Schließlich ist alles voll mit Plastikzeug, und man weiß nicht, wo hintreten oder wo man sich überhaupt hinsetzen könnte. Aber zum Miteinanderspielen kommen wir immer noch nicht. Und alle fühlen sich weiterhin hilflos und abgelehnt und frustriert und unglücklich.

Was ist los, und was sollte man tun?

Es ist wirklich verwirrend und schwer zu verstehen. Aber es bedarf unserer Aufmerksamkeit. Zum Teil ist das Spielzeug das Problem: viele moderne Spielsachen eignen sich nicht wirklich zum Spielen, denn man kann nur wenig mit ihnen machen. Ein größeres Erfolgspotenzial haben oft solche Spielmaterialien, die keine fertigen Spielsachen sind, sondern Gegenstände, die ‘noch nichts sind’ und damit einen hohen Spielwert haben. Mit einer Eisenbahn kann man nur Eisenbahn spielen, und meistens immer nur in den Gleisen im Kreis fahren. Mit einem Plastikapfel kann man nichts anderes machen, als kurz so zu tun ihn zu essen. Aber einen Holzklotz kann man leicht spielerisch als Apfel anbieten, oder als Brot oder ein Getränk! Und eine Reihe von Holzklötzen werden schnell zu einem Zug, auf den man auch noch etwas aufladen kann! Allerdings haben die meisten der Kinder, die nicht spielen, noch nicht die Vorstellungsfähigkeiten entwickelt, um entweder mit einem anderen Menschen oder um symbolisch spielen zu können. Um diesem Kind zu helfen, müssen wir uns auf seine Entwicklungsebene begeben und ihn genau da abholen. Wie also können wir das tun?

6 einfache Lösungen & effektive Spielideen

Ich möchte Ihnen in den nächsten Wochen eine Serie von 6 einfachen effektiven Spielideen und ‘Lösungen’ zu diesem immer häufigeren Problem zeigen, die nichts oder wenig kosten, jedoch eine gute Erfolgsrate sowie einen hohen Spielwert haben.

    1. Wer Sie SIND: wie SIE selber zum besten Spielzeug werden:
    2. Was Sie zuhause schon HABEN.
    3. Was Sie sowieso schon jeden Tag TUN.
    4. Was Sie alltäglich SAMMELN können.
    5. Was Sie und Ihr Kind MACHEN können.
    6. Was Sie und Ihr Kind BEWEGEN können.

    Mit diesen Spielideen werden Sie realistische Gelegenheiten finden, um mit dem Kind in Kontakt zu kommen, sich weniger verloren zu fühlen und Spaß miteinander zu haben. Auf diese Weise kann das Kind die Welt, sich selber und seine Beziehung mit Ihnen auf neue Weisen erfahren und Sie können ihm helfen, langsam neue Erfahrungen zuzulassen und sein Interesse an spielerischer Interaktion und Kommunikation zu erweitern, einschließlich seiner Sprachentwicklung.

    Was Sie schon zuhause HABEN.

Nächstes Mal:  

Effektive Spielideen Lösung #1:    Wer Sie SIND: SIE selber sind das beste Spielzeug.